Infektionskrankheiten · Abschlusstest
Prüfungsnaher Test
48 MC-Fragen aus Originalfragen und SprintMed-Fallfragen. Antwort(en) auswählen und anschließend auf „Antworten“ klicken. Erst dann erscheinen Lösung und Begründung.
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Auswertung: Bestanden ab 75 %. Für die Prozentwertung werden ausschließlich die Multiple-Choice-Fragen berücksichtigt. Die offenen Fragen dienen ausschließlich der Vorbereitung auf die mündliche Heilpraktikerprüfung und fließen nicht in die Bewertung ein.
📝 Multiple Choice & Fallfragen
Originalfrage
Frage 1: Ein 19-jähriger Patient hat starke Halsschmerzen, Fieber, zervikale Lymphknotenschwellungen, vergrößerte Milz, geröteten Rachen/Tonsillen und Leukozytose mit 70 % lymphoiden mononukleären Zellen. Am ehesten handelt es sich um:
A
akute Leukämie
B
Pfeiffer-Drüsenfieber
C
Streptokokkenangina bei Scharlach
D
Diphtherie
E
Mumps
Fieber, Tonsillitis, Lymphknotenschwellung, Splenomegalie und atypische/mononukleäre Lymphozyten sprechen typisch für infektiöse Mononukleose durch EBV.
Originalfrage
Frage 2: Impfungen werden in Deutschland von der STIKO empfohlen gegen: Wählen Sie zwei Antworten.
A
Krätze/Skabies
B
Hepatitis B
C
Borreliose
D
Windpocken
E
Mononukleose
STIKO empfiehlt Impfungen gegen Hepatitis B und Varizellen/Windpocken. Keine Standardimpfung gegen Skabies, Borreliose oder EBV-Mononukleose.
Originalfrage
Frage 3: Welche Aussage zu Krätze/Skabies trifft zu?
A
kreisrunde rötliche Flecken mit silberweißen Schüppchen
B
Gesicht und behaarter Kopf bei Erwachsenen bevorzugt befallen
C
Superinfektion der befallenen Hautareale ist möglich
D
Krätzmilben sind ca. 2–3 mm lang
E
Diagnose durch Nachweis von Nissen am Haarschaft
Skabies verursacht starken Juckreiz und typische Milbengänge, Superinfektion ist möglich. Nissen gehören zu Läusen, nicht Skabies.
Originalfrage
Frage 4: HPV-Impfung: 1. Ziel ist Schutz vor HPV-bedingten Karzinomen 2. STIKO empfiehlt für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren 3. möglichst vor erstem Sexualkontakt 4. Nach erstem Sexualkontakt sollte abgeraten werden 5. versäumte Impfungen sollen spätestens bis 17 Jahre nachgeholt werden
A
Nur 1 und 2
B
Nur 4 und 5
C
Nur 2, 3 und 4
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle
1,2,3,5 sind richtig. Auch nach erstem Sexualkontakt kann eine Impfung sinnvoll sein; daher ist 4 falsch.
Originalfrage
Frage 5: Die Übertragung von Meningokokken erfolgt in der Regel …
A
fäkal-oral
B
durch Tröpfcheninfektion
C
über kontaminierte Oberflächen
D
über die Haut
E
über Trinkwasser
Meningokokken werden meist durch Tröpfchen bzw. engen Kontakt mit respiratorischen Sekreten übertragen.
Originalfrage
Frage 6: EHEC-Erreger können übertragen werden durch: 1. Tierkontakte 2. pflanzliche Lebensmittel 3. rohes Fleisch 4. rohe, nicht erhitzte Milch 5. Schmierinfektion von Mensch zu Mensch
A
Nur 2 und 5
B
Nur 1, 3 und 5
C
Nur 1, 2, 3 und 4
D
Nur 2, 3, 4 und 5
E
1–5, alle
EHEC kann durch Tierkontakte, rohe Lebensmittel, Rohmilch und fäkal-orale Mensch-zu-Mensch-Übertragung weitergegeben werden.
Originalfrage
Frage 7: Gesundes 6-jähriges Mädchen: Nach STIKO sollte es bereits Impfungen erhalten haben gegen: 1. Meningokokken 2. Hib 3. HPV 4. Hepatitis B 5. Röteln
A
Nur 1 und 5
B
Nur 3 und 4
C
Nur 2, 4 und 5
D
Nur 1, 2, 4 und 5
E
Alle
Meningokokken C, Hib, Hepatitis B und Röteln/MMR sollten im Kindesalter erfolgt sein. HPV beginnt ab 9 Jahren, daher nicht regelhaft mit 6.
Originalfrage
Frage 8: 10-jähriger mit Fieber und Halsschmerzen: Welche Befunde sprechen am ehesten für eine Streptokokken-Erkrankung/Scharlach? Wählen Sie zwei Antworten.
A
periorale Blässe
B
scharf begrenzte schuppende Hautveränderungen an Ellenbogen
C
Koplik-Flecken
D
Bläschen und Krusten im Sternenhimmel
E
stark gerötete Zunge mit hervortretenden Papillen
Scharlach: periorale Blässe und Himbeer-/Erdbeerzunge. Koplik-Flecken = Masern; Sternenhimmel = Varizellen; Ellenbogenplaques = Psoriasis.
Originalfrage
Frage 9: Welche Aussagen zu Röteln sind richtig? Wählen Sie zwei Antworten!
A
Ansteckend ca. 7 Tage vor bis 7 Tage nach Exanthembeginn
B
Flecken größer als bei Masern
C
symptomatische Behandlung durch HP erlaubt, weil oft mild
D
Meldepflicht nur bei Rötelnenzephalitis
E
Ringelröteln sind eigene Erkrankung, keine Sonderform der Röteln
Röteln sind etwa 1 Woche vor/nach Exanthem ansteckend und meldepflichtig. Ringelröteln werden durch Parvovirus B19 verursacht und sind eine eigene Erkrankung.
Originalfrage
Frage 10: Welche Erkrankungen werden durch Bakterien verursacht? Wählen Sie zwei Antworten!
A
Windpocken
B
Scharlach
C
Hepatitis B
D
Borreliose
E
Malaria
Scharlach wird durch Streptococcus pyogenes verursacht, Borreliose durch Borrelien. Windpocken/Hepatitis B sind viral, Malaria parasitär.
Originalfrage
Frage 11: 2-jähriges Kind: Husten/Schnupfen, kein Fieber, nachts bellender Husten und pfeifende Geräusche beim Einatmen. Am ehesten:
A
Pseudokrupp
B
Asthma bronchiale
C
Pneumonie
D
spastische Bronchitis
E
Sinusitis
Bellender Husten und inspiratorischer Stridor nachts bei Kleinkind = Pseudokrupp.
Originalfrage
Frage 12: Welche Aussagen zu Viren treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten!
A
Viren können sich außerhalb von Zellen nicht selbstständig vermehren
B
Viren besitzen Mitochondrien und Ribosomen
C
DNA oder RNA enthalten das Erbgut
D
Viren spielen bei Tumoren keine Rolle
E
latente Virusinfektion ist durch hohes Fieber gekennzeichnet
Viren benötigen Wirtszellen zur Vermehrung und besitzen DNA oder RNA. Sie haben keine Ribosomen/Mitochondrien; manche Viren sind onkogen.
Originalfrage
Frage 13: Meningitis: 1. kann viral und bakteriell sein 2. gegen bestimmte bakterielle Erreger gibt es Impfungen 3. bei Verdacht wird ärztlich Liquor/Lumbalpunktion durchgeführt 4. Trinkschwäche/Schlaffheit bei Säuglingen möglich 5. Nackensteifigkeit typisch
A
Nur 2 und 3
B
Nur 2 und 5
C
Nur 1, 3 und 4
D
Nur 2, 4 und 5
E
Alle
Alle Aussagen stimmen. Verdacht auf Meningitis ist immer ein Notfall.
Originalfrage
Frage 14: Masern: 1. Ansteckung im selben Zimmer ohne Körperkontakt ist gering 2. manifestiert sich bei etwa der Hälfte der Infizierten 3. Impfung kann mit Mumps/Röteln kombiniert werden 4. akute Masernenzephalitis heilt regelhaft folgenlos aus 5. bakterielle Superinfektion möglich
A
Nur 3 und 5
B
Nur 1, 2 und 3
C
Nur 1, 2 und 5
D
Nur 2, 3 und 5
E
Alle
Masern sind hochkontagiös, manifestieren sich bei fast allen empfänglichen Infizierten. Enzephalitis kann schwere Folgen haben. MMR-Kombination und Superinfektion sind richtig.
Originalfrage
Frage 15: Infektiöse Hepatitis: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Hepatitis A wird meist über kontaminierte Lebensmittel übertragen
B
Hepatitis B ist impfpräventabel
C
Hepatitis C wird ausschließlich sexuell übertragen
D
Hepatitis E chronifiziert meist
E
chronische Hepatitis C ist nicht medikamentös behandelbar
Hepatitis A fäkal-oral, Hepatitis B impfpräventabel. HCV v. a. Blut; HCV ist heute medikamentös behandelbar. HEV chronifiziert nur selten, v. a. bei Immunsuppression.
Originalfrage
Frage 16: Typische Symptome der Lungentuberkulose neben Husten: 1. Abgeschlagenheit 2. Hämoptysen 3. Nachtschweiß 4. Diabetes insipidus 5. subfebrile Temperaturen
A
Nur 2 und 4
B
Nur 3 und 5
C
Nur 1, 2 und 3
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle
Typisch: Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, subfebrile Temperaturen, Husten, ggf. Hämoptysen. Diabetes insipidus gehört nicht dazu.
Originalfrage
Frage 17: Parasitosen: 1. bei unklarem Gewichtsverlust als DD 2. Endwirt = geschlechtliche Vermehrung 3. Bandwurmeier über kontaminiertes Gemüse/Obst 4. Spulwurmlarven können über Blut in Lunge gelangen und Reizhusten auslösen 5. Madenwürmer: nächtlicher analer Juckreiz durch Eiablage
A
Nur 1 und 5
B
Nur 2 und 3
C
Nur 2, 4 und 5
D
Nur 1, 3, 4 und 5
E
1–5, alle
Alle Aussagen sind richtig. Wichtig: Endwirt = Ort der geschlechtlichen Vermehrung.
Originalfrage
Frage 18: Trichomoniasis: 1. sexuell übertragbar 2. übel riechender grünlich-gelber Fluor bei Frauen 3. Erreger Protozoon 4. Männer wesentlich häufiger betroffen 5. Behandlungsverbot für HP
A
Nur 1 und 5
B
Nur 2 und 3
C
Nur 1, 2 und 4
D
Nur 1, 2, 3 und 5
E
Alle
Trichomoniasis ist STI, protozoal, typischer Fluor bei Frauen, HP-Behandlungsverbot. Männer sind nicht wesentlich häufiger betroffen.
Originalfrage
Frage 19: Herpes genitalis: 1. sexuell übertragbare Krankheit 2. Lippenherpes kann nicht in Genitalbereich übertragen werden 3. HP-Behandlungsverbot 4. kleine gruppierte Bläschen an Genitalien 5. virale Erkrankung
A
Nur 4 und 5
B
Nur 1, 2 und 3
C
Nur 1, 3 und 5
D
Nur 1, 3, 4 und 5
E
Alle
HSV kann oral-genital übertragen werden; daher 2 falsch. Herpes genitalis ist STI mit HP-Behandlungsverbot.
Originalfrage
Frage 20: Kind mit nächtlichem analem Juckreiz; perianal weiße ca. 1 cm madenartige Würmer. Am ehesten:
A
Oxyuriasis/Enterobiose
B
Askariasis
C
Taeniasis
D
Echinokokkose
E
Trichinose
Enterobius vermicularis/Madenwürmer verursachen nächtlichen analen Juckreiz.
Originalfrage
Frage 21: Chlamydia trachomatis: 1. Chlamydien sind Viren 2. Ursache einer Augenerkrankung 3. Ursache von Sterilität 4. Behandlung mit Antibiotika 5. Sexualpartner mitbehandeln
A
Nur 3 und 4
B
Nur 2, 4 und 5
C
Nur 1, 2, 3 und 5
D
Nur 2, 3, 4 und 5
E
Alle
Chlamydien sind Bakterien. Sie können Trachom/Konjunktivitis und Sterilität verursachen; Antibiotika und Partnerbehandlung sind wichtig.
Originalfrage
Frage 22: Nach vollständiger Grundimmunisierung sollten Kinder zwischen 9 und 16 Jahren eine Auffrischimpfung erhalten gegen: 1. Diphtherie 2. Tetanus 3. Pneumokokken 4. Poliomyelitis 5. Pertussis
A
Nur 2
B
Nur 3 und 5
C
Nur 1, 2 und 4
D
Nur 1, 2, 4 und 5
E
Alle
Auffrischung im Jugendalter umfasst Tetanus, Diphtherie, Pertussis und Polio. Pneumokokken nicht als allgemeine Auffrischung in diesem Alter.
Originalfrage
Frage 23: Listeriose: 1. Listerien sind Viren 2. weltweit verbreitet, u. a. Erde 3. Übertragung v. a. kontaminierte tierische/pflanzliche Lebensmittel 4. HP-Behandlungsverbot 5. Ausscheidung über Stuhl möglich
A
Nur 4
B
Nur 3 und 4
C
Nur 1, 2 und 3
D
Nur 2, 3, 4 und 5
E
Alle
Listerien sind Bakterien, nicht Viren. 2–5 sind richtig.
Originalfrage
Frage 24: Bei Verdacht namentlich meldepflichtig nach IfSG: 1. Röteln 2. Mumps 3. Masern 4. Pertussis 5. Varizellen
A
Nur 1, 2 und 3
B
Nur 1, 4 und 5
C
Nur 1, 2, 3 und 4
D
Nur 2, 3, 4 und 5
E
1–5, alle
Röteln, Mumps, Masern, Pertussis und Varizellen sind bei Verdacht namentlich meldepflichtig.
Originalfrage
Frage 25: Cholera-Symptome: 1. Reiswasserstühle 2. Erbsbreistühle 3. trockene faltige Haut 4. hohes Fieber 5. tiefliegende Augen
A
Nur 1 und 4
B
Nur 2 und 3
C
Nur 1, 3 und 4
D
Nur 1, 3 und 5
E
Nur 2, 3, 4 und 5
Cholera: massive wässrige Reiswasserstühle, Exsikkose mit stehenden Hautfalten/tiefliegenden Augen. Fieber oft nicht ausgeprägt; Erbsbreistuhl = Typhus.
Originalfrage
Frage 26: Botulismusverdacht nach Fleischkonserve mit Doppelbildern, Erbrechen, Dysarthrie. Aussagen: 1. Lebensmittelbotulismus durch Clostridien-Neurotoxin 2. auch mild ärztlich wegen Atemlähmungsgefahr 3. Meldung erst nach Laborbestätigung 4. vordringlich Aktivkohle 5. Pupillenuntersuchung hilfreich
A
Nur 1 und 2
B
Nur 3 und 5
C
Nur 1, 2 und 5
D
Nur 2, 3 und 4
E
Keine
Botulismus ist Neurotoxin von Clostridien; Atemlähmungsgefahr; Pupillenstörungen sind hilfreich. Verdacht ist meldepflichtig, nicht erst Laborbestätigung. Antitoxin/Intensivmedizin vordringlich.
Originalfrage
Frage 27: Ringelröteln: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Erreger ist ein Virus
B
Ansteckungsgefahr in den ersten 4–10 Tagen am größten
C
in Schwangerschaft ungefährlich
D
Antibiotika erfolgreich
E
Erwachsene können nicht erkranken
Ringelröteln durch Parvovirus B19; ansteckend früh vor Exanthem. In Schwangerschaft gefährlich möglich; Antibiotika helfen nicht.
Originalfrage
Frage 28: Inhalation erregerhaltigen Staubs ist typischer Übertragungsweg bei: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Haemophilus influenzae
B
Coxiella burnetii/Q-Fieber
C
Meningokokken
D
Hantaviren
E
Pneumokokken
Q-Fieber und Hantavirus können durch Inhalation kontaminierter Aerosole/Stäube übertragen werden.
Originalfrage
Frage 29: Diarrhö: 1. Tropenanamnese: Lamblien/Amöben 2. fieberhafte Durchfälle nach Breitbandantibiotikum: Antibiotikum verlängern 3. Staphylokokkentoxin-Inkubation wenige Stunden 4. Reisediarrhö regelmäßig Antibiotika 5. 70 % Kleinkinddurchfälle durch Salmonellen
A
Nur 1
B
Nur 1 und 3
C
Nur 2 und 3
D
Nur 1, 4 und 5
E
Nur 2, 3, 4 und 5
Bei Tropenanamnese an Lamblien/Amöben denken. Staphylokokkentoxin hat kurze Inkubationszeit. Rest falsch.
Originalfrage
Frage 30: Wovon geht bei Hepatitis A die größte Infektionsgefahr aus?
A
Blut
B
Stuhl
C
Urin
D
Speichel
E
Bronchialsekret
Hepatitis A wird fäkal-oral übertragen; größte Infektionsgefahr geht vom Stuhl aus.
Originalfrage
Frage 31: 19-jährige mit starken Kopf-/Nackenschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit und petechialen Einblutungen an Beinen. Sie vermuten:
A
Hirntumor
B
bakterielle Meningitis/Meningokokkensepsis
C
hypertone Krise
D
Hirnblutung
E
atypische Migräne
Meningismus, Verwirrtheit und Petechien sprechen für Meningokokken-Meningitis/-Sepsis. Notfall.
Originalfrage
Frage 32: Nach mehrwöchigem Krankenhausaufenthalt und Antibiotikatherapie: übelriechende wässrige Diarrhö, Unterbauchschmerzen, leichtes Fieber. Typischer Erreger:
A
Salmonella enteritidis
B
Norovirus
C
Campylobacter jejuni
D
Clostridioides difficile
E
Staphylococcus aureus
Antibiotika-assoziierte pseudomembranöse Kolitis wird typischerweise durch Clostridioides difficile verursacht.
Originalfrage
Frage 33: Pseudomonas aeruginosa: 1. schwere Wundinfektionen 2. kann in feuchter Umgebung nicht überleben 3. Multiresistenzen möglich 4. Cornea-Befall mit schweren Ulzerationen 5. Otitis externa nach Schwimmbad möglich
A
Nur 3
B
Nur 1 und 5
C
Nur 1, 4 und 5
D
Nur 1, 2, 3 und 4
E
Nur 1, 3, 4 und 5
Pseudomonas liebt feuchte Milieus; 2 ist falsch. Die übrigen Aussagen sind richtig.
Originalfrage
Frage 34: Influenza: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Mensch kann wiederholt erkranken
B
Inkubationszeit in der Regel 2 Wochen
C
zweiter Fieberanstieg kann bakterielle Sekundärinfektion anzeigen
D
Impfung primär für gesunde Kleinkinder
E
für HP besteht kein Behandlungsverbot
Wiederholte Erkrankungen sind möglich. Zweiter Fieberanstieg kann Superinfektion anzeigen. Kein HP-Behandlungsverbot, aber diese Option war im Rohtext teils strittig; bei Zwei-Antworten-Prüfungslogik werden A+C als sicherste Kombination gewertet.
Originalfrage
Frage 35: Welche Erkrankung/Befund kann am ehesten durch HPV-Impfung vermieden werden?
A
Endometriose
B
Condylomata acuminata
C
Ulcus durum
D
Ulcus molle
E
Bonjour-Tropfen
HPV-Impfung schützt vor HPV-bedingten Karzinomen und Genitalwarzen/Condylomata acuminata.
Originalfrage
Frage 36: Legionellen-Fall nach Hotelaufenthalt: Kopf-/Muskelschmerz, trockener Husten, Durchfall und Fieber. Welche Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
A
Verlauf ist mit Legionellose vereinbar
B
Übertragung von Mensch zu Mensch
C
Erreger ist Virus
D
HP verordnet Bettruhe/Atemgymnastik/Brustwickel
E
Verlauf ist auch mit Covid-19 vereinbar
Legionellose passt nach kontaminierten Wasseranlagen/Hotel und Pneumonie plus Durchfall. Covid-19 kann ähnlich auftreten. Legionellen sind Bakterien; keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
Originalfrage
Frage 37: Erythema chronicum migrans: Wählen Sie zwei Antworten!
A
Hauterscheinung bei Wespenstichallergie
B
von Stichstelle ausgehende ringförmig wandernde Rötung mit zentraler Abblassung
C
entsteht mehrere Monate nach Stich
D
lokale Kühlung ausreichend
E
nach Auftreten Antibiotikatherapie erforderlich
Erythema migrans ist Leitsymptom der frühen Borreliose und antibiotisch zu behandeln.
Originalfrage
Frage 38: Eine durch zugelassene Impfstoffe präventable Krebserkrankung ist am ehesten:
A
Endometriumkarzinom
B
Mammakarzinom
C
Zervixkarzinom
D
Ovarialkarzinom
E
Leiomyosarkom
HPV-Impfung beugt HPV-bedingtem Zervixkarzinom vor.
Originalfrage
Frage 39: 7-jähriges Kind nach Ägyptenurlaub: Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerz, Fieber, dunkler Urin, heller Stuhl, Ikterus. Welche Aussagen treffen zu? Wählen Sie zwei Antworten.
A
nur fiebersenkend und Wiedervorstellung
B
dringender Verdacht auf Hepatitis A
C
dringender Verdacht auf Hepatitis B
D
dringender Verdacht auf Hepatitis C
E
Zusammenhang mit Urlaubsreise wahrscheinlich
Fäkal-oral übertragene Hepatitis A nach Reise mit Ikterus, dunklem Urin und hellem Stuhl ist wahrscheinlich. Meldepflicht/ärztliche Abklärung.
Originalfrage
Frage 40: HIV-Infektion und Virushepatitiden: 1. Hepatitis A bei Kindern häufig asymptomatisch 2. Hepatitis C v. a. Blutübertragung 3. Hepatitis E fäkal-oral 4. HIV v. a. ungeschützter Geschlechtsverkehr 5. HIV-Primärinfektion teils mononukleoseähnlich nach 1–6 Wochen
A
Nur 4 und 5
B
Nur 1, 2 und 4
C
Nur 1, 3 und 5
D
Nur 2, 3, 4 und 5
E
Alle
Alle Aussagen sind richtig.
Originalfrage
Frage 41: HIV-Infektion: 1. 1–6 Wochen nach Erstinfektion teils mononukleoseähnliches Bild 2. Antikörpertests Stunden nach Infektion zuverlässig 3. PEP auch nach 1 Woche wirksam 4. Prognose korreliert mit Granulozytenzahl 5. Tuberkulose zählt zu AIDS-definierenden opportunistischen Infektionen
A
Nur 1 und 5
B
Nur 3 und 4
C
Nur 1, 2 und 3
D
Nur 1, 3 und 4
E
Nur 2, 3 und 5
HIV-Primärinfektion kann mononukleoseähnlich sein; Tuberkulose ist AIDS-definierend. Antikörpertests sind nicht nach Stunden zuverlässig; PEP muss schnell begonnen werden; Prognose korreliert v. a. mit CD4-Zellzahl/Viruslast.
SprintMed-Frage
Frage 42: Welche Aussage zu § 24 IfSG ist für Infektionskrankheiten besonders wichtig?
A
Meldepflicht erlaubt immer Behandlung
B
HP darf meldepflichtige Krankheiten behandeln, wenn er dokumentiert
C
Bei vielen meldepflichtigen Infektionskrankheiten besteht für HP ein Behandlungsverbot
D
§ 24 gilt nur für Zahnärzte
E
§ 24 betrifft nur Datenschutz
Für HP ist entscheidend: Verdacht erkennen, melden, nicht behandeln, ärztlich/klinisch verweisen.
SprintMed-Frage
Frage 43: Welche Erkrankung passt zu grauweißen fest haftenden Rachenbelägen, süßlichem Mundgeruch und Gefahr der Atemwegsverlegung?
A
Diphtherie
B
Mononukleose
C
Mumps
D
Ringelröteln
E
Skabies
Diphtherie kann Pseudomembranen, süßlichen Foetor und Atemwegsgefahr verursachen. Verdacht ist meldepflichtig und HP-behandlungsverboten.
SprintMed-Frage
Frage 44: Welche Kombination spricht am stärksten für Masern?
A
bellender Husten ohne Fieber
B
Koplik-Flecken, Fieber, Konjunktivitis, makulopapulöses Exanthem
C
Nächtlicher analer Juckreiz
D
einseitige dermatomale Bläschen
E
Reiswasserstühle
Masern: Fieber, Katarrh, Konjunktivitis, Koplik-Flecken, später makulopapulöses Exanthem.
SprintMed-Frage
Frage 45: Welche Erkrankung ist bei Fieber, Parotisschwellung und Schmerzen beim Kauen am wahrscheinlichsten?
A
Mumps
B
Pertussis
C
Cholera
D
Typhus
E
Q-Fieber
Mumps verursacht typischerweise Parotitis. Meldepflicht und HP-Behandlungsverbot.
SprintMed-Frage
Frage 46: Welche Aussage zu Keuchhusten ist richtig?
A
immer harmlos bei Säuglingen
B
typische stakkatoartige Hustenanfälle, ggf. inspiratorisches Ziehen
C
durch Pilze verursacht
D
keine Meldepflicht
E
Impfung nicht möglich
Pertussis ist bakteriell, meldepflichtig, impfpräventabel und für Säuglinge gefährlich.
SprintMed-Frage
Frage 47: Welche Aussage zu Herpes zoster ist richtig?
A
immer beidseitig symmetrisch
B
einseitig dermatomal und häufig schmerzhaft
C
durch Bakterien verursacht
D
nie bei Immunsuppression
E
identisch mit Ringelröteln
Herpes zoster entsteht durch Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus und ist typischerweise einseitig dermatomal.
SprintMed-Frage
Frage 48: Welche Aussage zu Norovirus ist richtig?
A
inkubiert typischerweise mehrere Monate
B
führt häufig zu akutem Erbrechen und Durchfall, sehr kontagiös
C
wird durch Zecken übertragen
D
kein Problem in Gemeinschaftseinrichtungen
E
wird mit Antibiotika behandelt
Norovirus verursacht akute Gastroenteritis mit Erbrechen/Diarrhö, ist sehr ansteckend und in Gemeinschaftseinrichtungen relevant.
Aktuelles Ergebnis: 0 % · 0 von 48 MC-Fragen richtig. Bestehensgrenze: 75 %. Nur Multiple-Choice-Fragen werden bewertet.
🎤 Mündliche Abschlussfragen
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Nenne die wichtigsten meldepflichtigen Kinderkrankheiten aus diesem Modul.
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Masern, Mumps, Röteln, Pertussis, Varizellen und Poliomyelitis sind prüfungsrelevant meldepflichtig; für HP besteht bei diesen Erkrankungen ein Behandlungsverbot.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Erkläre den Unterschied zwischen Masern und Ringelröteln.
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Masern: Morbillivirus, hochkontagiös, Koplik-Flecken, hohes Fieber, Konjunktivitis, makulopapulöses Exanthem, schwere Komplikationen möglich. Ringelröteln: Parvovirus B19, Ohrfeigenexanthem, oft mild, aber Schwangerschaftsrisiko durch fetale Anämie/Hydrops.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Was tun Sie bei Botulismusverdacht?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Nicht behandeln, Notruf/sofortige Klinik, Gesundheitsamt melden, Verdachtslebensmittel sichern lassen, Atemlähmungsgefahr beachten. Pupillen-/Hirnnervensymptome und absteigende Lähmung sind Hinweise.
Offene Frage · Mündliche Prüfung
Welche infektiologischen Notfälle müssen sofort in die Klinik?
Formuliere die Antwort laut oder schreibe sie in Stichpunkten.
Meningokokkenmeningitis/-sepsis, Botulismus, Cholera mit schwerer Exsikkose, Diphtherie mit Atemwegsgefahr, schwere Tuberkulose/offene TB, Sepsis, schwere Legionellose/Pneumonie, akuter Ikterus mit schwerem Krankheitsgefühl, neurologische Symptome nach Infektionsverdacht.